Welterbe in der Oase. Was der Welt mit Palmyra verloren geht.
Theater Augustinum
Vortrag von Prof. Dr. Michael Sommer
Mitten in der syrischen Wüste, auf halbem Weg zwischen Mittelmeer und Euphrat, liegt die antike Oasenstadt Palmyra. Durch seine Lage an der Seidenstraße konnte Palmyra zu einer wohlhabenden Handelsmetropole aufsteigen. Der Reichtum der Stadt ermöglichte die Errichtung monumentaler Bauwerke − großartige Tempel, Theater, Prachtstraße mit reich verziertem Eingangstor und eine würdevolle Nekropole außerhalb des Stadtgebiets. In dieser weltoffenen Handelsstadt entwickelte sich eine ganz eigene Kultur, in der eine Verschmelzung griechisch-römischer mit orientalischen Elementen stattgefunden hat. Palmyra ist heute eine einzigartige archäologische Stätte, ein Welterbe von unschätzbarem Wert. Doch der Bürgerkrieg in Syrien bringt nicht nur Angst und Schrecken über die Menschen, er bedroht auch das kulturelle Erbe des Landes.
Prof. Dr. Michael Sommer, Geschichtswissenschaftler an der Universität Oldenburg, zeigt Palmyra als eine Metropole am Schnittpunkt der Kulturen. Und er erklärt, warum diese antike Stadt auch ein Mahnmal für Toleranz ist.
Eintritt: 4 Euro, 6 Euro (Gäste)