Vortrag von Musikwissenschaftler Dr. L. Jahn

Theater Augustinum

So klingt Europa

Ein bisschen Frieden - Europäische Geschichte und der ESC


Seit 1956 gibt es den Grand Prix Eurovision de la Chanson, inzwischen als European Song Contest – kurz ESC – bekannt. Er ist ein musikalischer Brückenschlag zwischen den Ländern Europas: Alle teilnehmenden Länder entsenden einen aktuellen Schlager, Pop-Song oder Chanson, um in einem spannenden Wettbewerb die Siegerkrone zu erringen. Im nächsten Jahr findet die Veranstaltung, die weltweit über Europa hinaus im Fernsehen millionenfach verfolgt wird, dann im Siegerland statt. Natürlich spiegelt sich auch die jeweilige europäische Geschichte in den Titeln des ESC wider: So gelangte die Friedensbewegung gegen atomare Aufrüstung, die Anfang der Achtziger im Bonner Hofgarten ihren Höhepunkt erlebte, durch Nicoles „Ein bisschen Frieden“ an die Spitze des ESC. Nach dem Fall der eisernen Mauer traten auch die Ostblock-Länder an und erweiterten das musikalische Spektrum entschieden. Mit Conchita Wursts „Rise Like A Phoenix“ wurde 2014 ein bedeutsames Statement gegen Homophobie gesetzt. Und die Israelin Netta spiegelte in ihrem Siegersong „Toy“ 2018 die #MeToo-Bewegung mit der Botschaft: Frauen wollen keine Spielzeuge sein.
In seinem Vortrag stellt der Musikwissenschaftler Dr. Lothar Jahn die Lieder des „Grand Prix“ in den Kontext ihrer Zeit.


Eintritt: 4 Euro, Gäste: 6 Euro