Bismarck und die russische Sprache

Historischer Bahnhof Friedrichsruh, Am Bahnhof 2, Friedrichsruh

Otto von Bismarck reiste als neuer preußischer Gesandter im April 1859 nicht unvorbereitet an den Hof des Zaren in St. Petersburg. Autodidaktisch hatte er sich bereits der russischen Sprache genähert und die kyrillische Schrift gelernt. Bald nach seiner Ankunft begann er bei dem Jura-Studenten Wassili Alexejew Sprachunterricht zu nehmen, mit einem eindeutigen Motiv: Er habe sich entschlossen, „allmählich die Dolmetscher, die Alles hören und sehen, was man thut, loszuwerden“.

Prof. Dr. Werner Lehfeldt hat sich intensiv mit Bismarcks Erfahrungen mit und Fortschritten in der russischen Sprache beschäftigt. Auf einen ersten Aufsatz von 2002 zu diesem Thema folgte 2019 ein Buch, in dem er nun auch die Aufzeichnungen auswertete, die Bismarck beim Spracherwerb niedergeschrieben hatte und die im Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung aufbewahrt werden.

Prof. Dr. em. Werner Lehfeldt hat am Seminar für Slavische Philologie der Georg-August-Universität Göttingen gelehrt und ist u. a. zum Dr. h.c. des Vinogradov-Instituts der russischen Sprache an der Russischen Akademie der Wissenschaften zu Moskau ernannt worden.

Eintritt: Kostenlos

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten daher ab dem 10. September 2020 um Ihre verbindliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0 41 04 / 97 71-0 oder per E-Mail an info@bismarck-stiftung.de. Halten Sie bitte in unseren Räumen die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln ein und tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz. Vielen Dank!