Albinoni Magnificat
Kirche Aumühle
Wer kennt es nicht, das „Adagio for Strings“, vermeintlich von Albinoni? Das Schaffen des venezianischen Opernkomponisten Tomaso Albinoni (1671 – 1745) umfasst aber Instrumentalmusik in Hülle und Fülle: vor 1705 schrieb er meist Triosonaten und Violinkonzerte, später Solo-Sonaten und Konzerte für Oboe. Über sein Leben ist leider nur wenig bekannt. Anders als die meisten Komponisten seiner Zeit scheint er nie eine Stelle an einer Kirche innegehabt zu haben. Er hatte die (finanzielle) Möglichkeit, Musik unabhängig zu komponieren.
Die meisten seiner – nach eigenen Angaben 81 – Opernwerke sind verloren gegangen, nachdem sie zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurden. Veröffentlicht wurden neun Sammlungen von Instrumentalwerken. Zudem ging ein beträchtlicher Teil der Kompositionen Albinonis im Zweiten Weltkrieg mit der Zerstörung des Dresdner Staatsbibliothek verloren. So ist uns Albinoni v.a. als Komponist von Instrumentalmusik bis heute bekannt.
Er wurde von seinem Zeitgenossen J. S. Bach sehr geschätzt: zwei Fugen aus Triosonaten Albinonis bearbeitete Bach für die Orgel. Häufig verwendete Bach seine Bässe in Harmonieübungen für seine Schüler. Als vokale Kirchenmusik ist von Albinoni nur das „Magnificat“ überliefert. Im Gottesdienst am 3. Advent singen Kinder und Jugendliche die Solopartien.Begleitet werden sie und die Kantorei Aumühle durch Streicher.