Afghanistan – Bergsteigen zwischen Pamir und Hindukusch

Theater Augustinum

Lichtbild-Reportage von Steffen Graupner


Für die südliche Seidenstraße gab es durch die eisgepanzerte Bergwildnis zwischen Pamir, Hindukusch und Karakorum nur einen einzigen Weg direkt nach China: den Wachan-Korridor. Als „Zeigefinger“ Afghanistans war der Wachan über Jahrtausende hinweg Handelsweg und Heerstraße; ein archaischer Highway für Philosophie und Religion, Seide und Gold, Armeen und Entdecker. Grenzfluss und Pulsader dieses Hochtales ist der Oxus der alten Griechen, unser heutiger Amu Darja. Als Mitte des 19. Jahrhunderts das Echo Alexanders des Großen über dem Oxus längst verhallt war, und der Karawanenstaub Marco Polos verweht, betraten Wachan & Oxus erneut die Weltbühne, füllten Feuilletons europäischer Zeitungen und beschäftigten die Regierungen in London und St. Petersburg ein halbes Jahrhundert sorgenvoll. Ihre asiatischen Expansionen brachten die beiden damaligen Supermächte bei ihrem „Great Game“ in direkten Kontakt. Daraus keinen Krieg erwachsen zu lassen, definierten sie den Oxus als Grenze ihrer Reiche und den Wachan als geopolitische Pufferzone. „Was aber, und vor allem, wo“, debattierten Whitehall und Winterpalais heißblütig und mit nur mühsam gewahrter diplomatischer Contenance, „ist die Quelle des Oxus?“ Bis heute ist dieses große Rätsel britischer Geographie nicht widerspruchsfrei gelöst. Bei ihrer eigenen Suche begaben sich die beiden Thüringer Bergsteiger Kathrin Münzel und Steffen Graupner auf das Dach der Welt mit seinen schneebedeckten, oft unbestiegenen Gipfeln… Im Augustinum Aumühle berichtet Steffen Graupner in seiner Lichtbild-Reportage von der Expedition und seinen Erlebnissen in der ruppigen Landschaft des Hochgebirges, mit vielen spannenden Begegnungen und neuen geografischen Erkenntnissen in Afghanistan.


Eintritt: 4 Euro, 6 Euro (Gäste)